Zahlungsmoral deutscher Unternehmen sinkt im Februar leicht

Darmstadt, 7. März 2012: Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich im Februar erstmals seit dem Sommer 2011 etwas eingetrübt. Sie liegt allerdings weiter auf sehr hohem Niveau. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex sank im Februar auf 87,79 (Januar: 87,83) Punkte, wie der Wirtschaftsinformationsdienstleister D&B am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Im Januar hatte der Wert den bisher höchsten Stand erreicht. Angesichts der nur leichten Abschwächung sei es zu früh, um auf eine generelle Umkehr bei der Zahlungsmoral zu schließen. Weiter nach oben werde es aber nicht gehen. “Der Scheitelpunkt ist erreicht – ein gewisses Maß an verspäteten Zahlungen wird es immer geben”, sagte D&B-Geschäftsführer Thomas Dold.

Er rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten trotz der nach wie vor bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten infolge der Schuldenkrise zu keinen dramatischen Einbrüchen bei der Zahlungsmoral kommt. “Noch befinden sich die Unternehmen aber in der komfortablen Lage zwei Jahre Wachstum genossen zu haben. Die meisten Firmen strotzen vor Kraft und können auch das geringere Wachstum in diesem Jahr gut verkraften”, sagte Dold. “Allerdings schauen die Unternehmen aufgrund der nur geringen Wachstumserwartungen in diesem Jahr wieder stärker auf die Ausgaben und so werden zum Beispiel Lieferantenkredite ein oder zwei Tage länger ausgenutzt.

D&B Zahlungsindex Februar 2012

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