Presseinformationen (05.09.2011)
Krise drückt jetzt auch auf Zahlungsmoral deutscher Unternehmen
Darmstadt, 05.09.2011: – Die Schuldenkrise kommt jetzt auch bei den Unternehmen an. So drückten die anhaltenden Probleme vieler Eurozonen- Staaten im August auf die Zahlungsmoral deutscher Firmen. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex fiel im August stark, nachdem er zuvor 26 Monate in Folge gestiegen war. “Die Unsicherheit an den Finanzmärkten, die Furcht vor einem erneuten Einbruch der Weltwirtschaft und die weiterhin undurchsichtige Situation der Schuldenstaaten wie Griechenland erfassen nun auch die Realwirtschaft in Deutschland”, sagte D&B-Geschäftsführer Thomas Dold am Mittwoch in Darmstadt.
Auch bisher vergleichsweise gut dastehende Staaten wie Deutschland haben schwierige Aufgaben wie Schuldenabbau, Aufgabenkürzungen, Steuerreform vor der Brust. “Die Auswirkungen sind trotz der aktuell noch guten Konjunkturlage nur schwer absehbar”, sagte Dold. “Deshalb achten Unternehmen wieder verstärkt auf ihre Ausgaben und ihre Liquidität.” Um ihre liquiden Mittel zu schonen, setzten die Unternehmen nun wieder stärker auf Lieferantenkredite, wie der Zahlungsindex zeigt. “Sie zögern die Bezahlungen ihrer Verbindlichkeiten um eine paar Tage mehr hinaus.”
Der D&B-Zahlungsindex fiel im August auf 86,39 (Juli 87,52) Punkte. Angesichts des weiter hohen Niveaus bei der Zahlungsmoral warnte Dold allerdings vor Panik: “Die Lage ist nicht dramatisch. Immerhin verzeichnete der D&B Zahlungsindex im Juli den höchsten Stand seit Beginn seiner Berechnung im Januar 2009.” Die Situation sei daher immer noch komfortabel – zumal der Index noch rund 8 Prozentpunkte über seinem Tief aus dem Mai 2009 liegt. “Doch der deutliche Rückgang im August mahnt zur Vorsicht.” Im August beglichen rund 53.000 Unternehmen weniger ihre Rechnungen pünktlich – immerhin zahlen noch etwas mehr als vier Millionen Unternehmen nach wie vor innerhalb der Zahlungsfrist.
D&B – 170 Jahre im Zeichen der Transparenz
Dun & Bradstreet (D&B) wurde 1841 in New York als „Mercantile Agency“ gegründet und feiert 2011 170-jähriges Jubiläum. Als Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen verfügt der Dienstleistungskonzern über die größte Erfahrung und Kompetenz am Markt. Zusammen mit den bonitätsgeprüften, qualitativ hochwertigen Daten aus über 200 Ländern ist das die Basis für anhaltendes Kundenvertrauen.
Über D&B Deutschland
D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf. Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,7 Millionen deutsche und mehr als 200 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 700 Millionen Rechnungsinformationen aus. Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt.
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