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Länderrisiken im Einkauf. Teil 3: Komplexität des Risikomanagements im Einkauf wächst

Die Betrachtung von Länderrisiken ermöglicht es, komplizierte strategische Fragestellungen zu beantworten, die sich auf den Geschäftssitz und die Standorte von Geschäftspartnern beziehen – unverzichtbar in Zeiten des Global Sourcing. Sie ermöglichen es Beschaffungs-managern, den heutigen Herausforderungen des Lieferantenrisikomanagements besser vor-bereitet zu begegnen. Die gängige Diskussion unter Einkäufern um Low Cost Country Sour-cing vs. Best Cost Country Sourcing kann durch Berücksichtigung von Länderrisiken neue Impulse erhalten, da diese eine umfassendere und objektivere Berücksichtigung der Risiken auf der Kostenseite ermöglichen.
Bei der Verlagerung von Beschaffungsquellen in Niedriglohnländer ist es daher wichtig, folgende Fragen zu beurteilen:

Ist eine Auslagerung unter hohen Risiken sinnvoll, wenn diese die Vorteile geringer Arbeitskosten überwiegen?
Ist es unter solchen Aspekten evtl. effizienter, das Sourcing in Gebieten zu betreiben, die eine größere Nähe zum Absatzmarkt aufweisen?

Darüber hinaus sind verkürzte Lieferketten auch im Hinblick auf grenzüberschreitende Aktivitäten zu betrachten: Bei langen Lieferwegen ergeben sich zusätzliche Risiken wie beispiels-weise erhöhte Transportkosten durch steigende Ölpreise und starke Währungsschwankungen.
Im Endeffekt sollte ein Indikator, der sich auf das Länderrisiko bezieht, gemeinsam mit den üblichen Risiko-Indikatoren genutzt werden, um ein bestehendes Lieferantenrisikomanagementsystem zu ergänzen und auszubauen. Dadurch kann eine umfassendere Perspektive gewonnen werden, die rechtzeitiges Handeln ermöglicht, bevor ein geschäfts-bedrohendes Risiko eintritt.

 

Der komplette Beitrag ist erschienen in der Ausgabe 1-2/2012 der Beschaffung aktuell.

Hier der komplette Beitrag.

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