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Länderrisiken im Einkauf. Teil 1: Die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkung auf Risikomanagementsysteme
Im Laufe des letzten Jahres hat sich gezeigt, dass die Versorgungssicherheit im Einkauf als ernst zu nehmendes Risiko von weiteren Umständen und Faktoren abhängt. Diese werden nicht allein durch die üblichen Indikatoren abgedeckt, die sich in der Hauptsache auf das finanzielle Ausfallrisiko und auf interne Qualitätskennzahlen beziehen.
Unter Berücksichtigung der geografischen Ausdehnung und der Komplexität weltweit verzweigter Lieferketten sind Einblicke in Länderrisiken unverzichtbar für den Aufbau eines umfassenden und präventiven Lieferantenrisikomanagementsystems. Hier müssen die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umweltfaktoren und Risiken im Fokus stehen. Dies liegt darin begründet, dass sich diese Faktoren, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, massiv auf Lieferketten auswirken können. Länderrisiken unter diesen Aspekten zu betrachten, ist von immenser Bedeutung, da sie den Lieferanten direkt betreffen und von ihm nicht selbst beeinflusst werden können.
Ein Länderrisiko-Indikator, der sich auf diese Herausforderungen bezieht, hat zusätzlich den Vorteil, langfristige Prognosen zu ermöglichen. Sprich: Die Effekte, die ein Länderrisiko-Indikator beschreibt, beziehen sich auf einen längeren Zeitraum. Wird ein solcher Indikator in ein entsprechendes Frühwarnsystem implementiert, kann rechtzeitig reagiert werden. Einkaufsabteilungen erkennen dadurch rechtzeitig drohende Versorgungsengpässe, stärken die bestehenden Lieferantenbeziehungen und untermauern ihre Expansionsstrategie.
Der komplette Beitrag ist erschienen in der Ausgabe 1-2/2012 der Beschaffung aktuell.
