D&B Blog
Zahlungsmoral deutscher Unternehmen erholt sich wieder
Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich im Oktober ungeachtet der sich verschärfenden Schuldenkrise noch einmal leicht verbessert. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex legte erneut zu.
Wegen der anhaltenden Unsicherheit durch die Schuldenkrise in der Eurozone rechnet D&B in den kommenden Monaten jedoch mit einer sinkenden Zahlungsmoral. Unternehmen werden darauf achten, ihr Geld ein wenig länger bei sich zu belassen. Mit massiven Rückgängen wie 2009 ist allerdings nicht zu rechnen.
Der D&B-Zahlungsindex stieg im Oktober auf 87,57 (September: 87,55) Punkte und steht damit wieder etwas über dem im Juli erreichten Rekordniveau. Im August war der Index wegen der Schuldenkrise eingebrochen, nachdem er zuvor 26 Monate in Folge gestiegen war. Der Indikator sagt aus, dass im Oktober knapp 4,03 der erfassten 4,7 Millionen Unternehmen in Deutschland ihre Rechnungen pünktlich bezahlt haben. Vor dem Hintergrund der aktuell herrschenden Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Eurozone scheint die Zahlungsmoral allerdings ihren Scheitelpunkt erreicht zu haben.
Die Nervosität an den Finanzmärkten überträgt sich allen objektiven Kriterien zum Trotz nun zunehmend auf die Unternehmen. Daher fallen die Prognosen für 2012 recht vorsichtig aus. Außerdem beginnen Unternehmen langsam wieder damit, ein größeres Augenmerk auf ihre liquiden Mittel zu legen.

