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Währungsmanipulationen in der Schuldenkrise
Viele Nationen nehmen in der Schuldenkrise eine Manipulation der eigenen lokalen Währung vor. Dies bringt verschiedene lang- und mittelfristige Risiken mit sich, die den kurzfristigen Verbesserungen der Situation der einzelne Staaten gegenübergestellt werden müssen.
Die Manipulation erfolgt derart, dass Währungen absichtlich und künstlich schwach gehalten werden, um dadurch die kränkelnde Wirtschaft im eigene Land wieder anzukurbeln. Dies liegt zum großen Teil daran, dass Konsumenten und Unternehmen strikt sparen. Somit kommt der Konsum nur schwer in Gang. Um dennoch ein gewisses Wirtschaftswachstum zu erzielen, erhöhen die Staaten Exporte, indem sie Währungen im eigenen Land abwerten und damit künstlich schwach halten. So können sie Güter und Dienstleistungen sehr günstig im weltweiten Vergleich anbieten und im Wettbewerb eventuell besser abschneiden. Außerdem steigen dadurch die Kosten bei Importen extrem an und so werden Anbieter auf den lokalen Märkten wettbewerbsfähiger.
Allerdings behindern sich alle Länder mit dieser Strategie gegenseitig, wenn unter ihnen ein starker Warenverkehr bestehen. Da die Währungen künstlich niedrig gehalten weden, können regelrechte Handelskonflikte entstehen. Dies führt zu einem mögliche zunehmenden Risiko bei Investments und Handel über Landesgrenzen hinweg. Weiterhin wird die Währungsunsicherheit – die mit der politischen Unsicherheit einher geht – weiterhin bestehen bleiben. Dies wiederum führt zu Unterbrechungen der Supply Chains, die ohnehin noch sehr zerbrechlich sind.
