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Zahlungsmoral: Branchen und Bundesländer
Handwerk – auch hier kommt der Aufschwung an
Der Aufschwung in Deutschland ist so robust, dass auch die Handwerksbetriebe in Deutschland spürbar davon profitieren. Die deutschen Handwerksbetriebe liegen mit 85,9 Prozent vereinbarungsgemäß zahlender Unternehmen nur 0,6 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt. Lag die Zahlungsmoral im Handwerk im ersten Quartal 2010 noch bei 80 Prozent stieg sie dem deutschlandweiten Trend folgend ebenfalls um fast sechs Prozentpunkte. Einzig bei den Verzugstagen gibt es einen kleinen Unterschied. Wenn Handwerker ihre Rechnungen verspätet zahlen, dann mit einem durchschnittlichen Verzug von 9,6 Tagen. Damit liegen sie etwa 1,5 Tage über dem deutschen Durchschnitt.
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Sachsen verdrängt Baden-Württemberg von Platz 2
Erstmals seit Erhebung der Studie Zahlungsmoral hat es Sachsen geschafft, die Phalanx von Bayern und Baden-Württemberg auf den Plätzen 1 und 2 bei der Zahlungsmoral zu durchbrechen und Platz 2 einzunehmen. Trotz des besten Wirtschaftswachstums aller Bundesländer mit 5,5 Prozent im Jahr 2010 konnten die Unternehmen in Baden-Württemberg ihren zweiten Platz nicht halten. Die Unternehmen in Sachsen konnten auch mit deutlich geringerem Wachstum (plus 1,9 Prozent) ihre Zahlungsmoral kräftiger steigern als die Unternehmen aus dem Südwesten. Zu verdanken ist das dem starkem Export mit einem Zuwachs von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und auch 6 Prozent im Vergleich zu 2007, dem bisher besten Exportjahr Sachsens.
Am unteren Ende der Bundesländertabelle liegen weiterhin Berlin und Hamburg und mittlerweile auch Bremen. Die drei Stadtstaaten haben augenscheinlich schwer damit zu kämpfen, dass ihnen weiterhin vor allem zahlungskräftige Unternehmen wegbrechen oder weggebrochen sind. Allen drei Ländern fehlt es an Unternehmen, die getrieben durch den Export für Wachstum sorgen.
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Lesen Sie morgen im 3. Teil den Ausblick der Zahlungsmoral.
