D&B Blog
Risikofaktoren der Wirtschaft in Osteuropa
Im April und Mai dieses Jahres befanden sich die europäischen Märkte in großem Aufruhr. Dies lag hauptsächlich daran, dass die PIIGS-Länder sich damit konfrontiert sahen, nur unter größten Schwierigkeiten ihre Budgetdefizite und Schuldenlasten zu finanzieren. Obwohl EU und IWF ein Rettungspaket von 750 Millionen Euro bereitstellten, um die akuten Probleme abzuschwächen, bestehen weiterhin kurz- und mittelfristige Risiken. Aktuell ist die größte Befürchtung, dass ähnliche Probleme sich auf die Regionen Zentral- und Osteuropa (CEE) übertragen. Dafür gibt es fünf wesentlichen Faktoren.
- In diesen Regionen haben die Regierungen nur beschränkte Möglichkeiten, um mittels Anleihen ihre finanziellen Defizite auszugleichen.
- Der Rückgang der Exportnachfrage aus der Euroregion könnte dazu führen, dass sich die Länder der CEE-Region nur langsam erholen.
- Weiterhin sind diese Länder einer hohen Belastung durch Fremdfinanzierung unterworfen.
- Hinzu kommt, dass die EU auf Grund der aktuellen Situation gerne höhere Auflagen für den Zutritt zur Eurogemeinschaft umsetzen möchte.
- Als letzter Punkt ist zu nennen, dass sich einige Länder aus der CEE-Region mit ähnlichen Herausforderungen bezüglich Staatsschulden konfrontiert sehen wie die PIIGS-Länder.
