D&B Blog
Euro-Rettungsschirm unter Starkregen
Die Regierungen der G20-Staaten kündigten an, keine weitere finanzielle Unterstützung mehr zugeben. Der Grund: eine derartige Unterstützung der Wirtschaft ist nicht mehr vertretbar, da Investoren in einigen Ländern eine eher geringe Perspektive für deren öffentliche Finanzwirtschaft sehen. Hinzu kommt, dass die finanzielle Unterstützung für die Euro-Region geringer ausfallen wird als bisher angenommen. Die gewährleisteten Darlehen aus dem Fond von 440 Milliarden müssen bis zu 20 Prozent übersichert werden. Das verlangen laut Süddeutsche Zeitung große Ratingagenturen von den 16 Euro-Ländern. Im Klartext heißt das: “Benötigt ein Land Hilfen in Höhe von beispielsweise 100 Milliarden Euro, müssen die Euro-Partner dafür eine Bürgschaft von 120 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.” (Hulverscheidt, 14.07.2010). Dadurch wird sich der Unterstützungs-Fond wesentlich schneller erschöpfen als vermutet.
